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Anschlussfinanzierung: Wann Sie sich kümmern sollten

Ihre Zinsbindung, also der feste Zins für Ihr Haus oder Ihre Wohnung, endet in den nächsten Jahren? Wann Sie anfangen sollten, wie Sie sich den Zins schon heute sichern und warum das Angebot Ihrer Bank nicht automatisch das beste ist.

Wer ein Haus oder eine Wohnung finanziert hat, kennt das: Der Zins ist nur für eine bestimmte Zeit fest, zum Beispiel für zehn Jahre. Diese Zeit nennt man Zinsbindung. Danach brauchen Sie für den Rest Ihres Kredits einen neuen Zins. Das ist die Anschlussfinanzierung.

Viele unterschreiben dann einfach das Angebot ihrer Hausbank. Das kann passen. Ob es ein gutes Angebot ist, wissen Sie aber erst, wenn Sie es mit anderen Banken vergleichen.

Wann sollten Sie anfangen?

Am besten ein Jahr bevor der feste Zins endet. Dann haben Sie genug Zeit, Angebote einzuholen, Unterlagen zusammenzustellen und, wenn es sich lohnt, die Bank zu wechseln.

Den Zins schon heute festlegen

Sie möchten nicht abwarten, wie sich die Zinsen entwickeln? Dann können Sie sich den Zins schon Jahre im Voraus sichern. Banken nennen das Forward-Darlehen. Viele bieten es bis etwa fünf Jahre vorher an.

Für diese Sicherheit verlangt die Bank einen Aufschlag auf den Zins. Je früher Sie festlegen, desto höher ist er. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie wichtig Ihnen eine sichere Planung ist.

Gut zu wissen: Kündigen nach zehn Jahren

Haben Sie den Zins für 15 oder 20 Jahre festgelegt? Dann dürfen Sie trotzdem früher aussteigen: Zehn Jahre nachdem Ihnen der Kredit vollständig ausgezahlt wurde, können Sie mit sechs Monaten Frist kündigen. Eine Ausgleichszahlung an die Bank (Vorfälligkeitsentschädigung) fällt dann nicht an. So steht es in § 489 BGB.

Haben Sie mit Ihrer Bank später einen neuen Zins oder eine neue Rückzahlung vereinbart, zählen die zehn Jahre ab dieser Vereinbarung.

Bei der Bank bleiben oder wechseln?

  • Bei Ihrer Bank bleiben: wenig Aufwand, meist ohne neue Unterlagen. Der Zins ist aber nicht immer der beste.
  • Zu einer anderen Bank wechseln: etwas mehr Aufwand. Die Sicherheit im Grundbuch, die Grundschuld, wird auf die neue Bank übertragen. Dafür entstehen Kosten für Notar und Grundbuchamt.

Rechnen Sie deshalb immer mit den Gesamtkosten über die ganze neue Laufzeit, nicht nur mit dem Zinssatz.

Diese Unterlagen brauchen Sie

  1. das Angebot Ihrer Bank zur Verlängerung,
  2. den letzten Kontoauszug Ihres Kredits, auf dem steht, wie viel noch offen ist,
  3. aktuelle Einkommensnachweise,
  4. Angaben zur Immobilie, zum Beispiel Wohnfläche und Modernisierungen.

Wie ich Ihnen helfe

Ich vergleiche das Angebot Ihrer Bank mit vielen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken und überregionalen Banken. Lohnt sich ein Wechsel, kläre ich die Abstimmung zwischen alter und neuer Bank. Ob Sie den Kredit bekommen, entscheidet am Ende die Bank. Ich sorge dafür, dass Sie vorher wissen, welche Möglichkeiten Sie haben.

Ihre Zinsbindung endet erst in ein paar Jahren? Stellen Sie den Zinsbindungs-Wecker. Rund zwölf Monate vorher melde ich mich von selbst.

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine persönliche Beratung. Ich bin Immobiliardarlehensvermittler nach § 34i GewO.

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